Xylit-Studien und Xylit-Forschung

Der Zuckeraustauschstoff Xylitol ist seit Langem bekannt. Bereits vor einhundert Jahren wurde Xylitol von Emil Fischer, einem deutschen Chemiker und Nobelpreisträger, entdeckt. Umfangreiche Studien zu Birkenzucker gibt es seit mehr als dreißig Jahren. Vorreiter in Bezug auf die Xylit-Forschung war Finnland. So wurde auch die wohl bekannteste Studie zu Xylitol – die Turku-Zuckerstudie – von dem finnischen Professor Kauko Mäkinen durchgeführt. In den Jahren 1972 bis 1975 fanden zum Thema Xylit an der Universität für Zahnheilkunde in Turku (Finnland) umfangreiche Forschungen statt. Als Resultat dieser Forschungen wurden erstmals die außergewöhnlichen Eigenschaften von Xylitol für die Karies- und Zahnsteinvorbeugung festgestellt. Im ersten Jahr der Turku-Studie teilte man die mehr als einhundert Probanden in drei Versuchsgruppen auf, wobei die erste Gruppe nur Lebensmittel verzehrte, die anstelle von Haushaltszucker Fruktose bzw. Fruchtzucker enthielten. Bei der zweiten Gruppe wurde herkömmlicher Zucker durch Xylitol ersetzt, während die dritte Gruppe weiterhin zuckerhaltige Lebensmittel aß. Nach Ablauf der Studie stellten die Wissenschaftler bei den Fruktose-Probanden eine Kariesreduktion von nahezu dreißig Prozent fest, bei der Xylitol-Gruppe betrug die Kariesreduktion mehr als fünfundachtzig Prozent. Kein einziger Zahn war bei den Xylit-Teilnehmern von Karies befallen worden!

Im zweiten Jahr der Zuckerstudie unterteilten die Wissenschaftler wiederum circa einhundert Probanden in Zucker- und Xylitgruppen. Diesmal gab man den Teilnehmer Kaugummis. Es wurde bewiesen, dass bei den Xylitolprobanden im Vergleich zu den Zuckerkonsumenten die Reduktion der Karieszuwachsrate mehr als zweiundachtzig Prozent betrug. Die Forscher führten die erstaunliche Wirkung von Birkenzucker darauf zurück, dass Karies auslösende Bakterien den Zuckeraustauschstoff nicht verstoffwechseln können und darum verhungern. Außerdem hemmt Xylit die Plaque- bzw. Zahnbelagbildung durch diese Bakterien. Eine weitere Eigenschaft von Birkenzucker ist, dass der Stoff die Speichelproduktion aktiviert und zur Bildung von Kalzium und Eiweißen im Mundraum beiträgt, wodurch die Remineralisation der Zahnsubstanz gefördert wird. So können leichte Kariesschäden an den Zähnen wieder verschwinden. Die finnischen Wissenschaftler fanden heraus, dass bereits geringe Mengen Xylit ausreichen für eine wirksame Kariesprophylaxe.

Auch im neuen Jahrtausend, im Jahr 2000, wurde eine Turku-Studie durchgeführt. In dieser Studie konzentrierte man sich in erster Linie auf die Wechselwirkungen zwischen Frauen, die Xylitol-Kaugummis verwendeten, und ihren Kindern. Die Kinder der Frauen, die nach ihrer Schwangerschaft täglich Xylitol-Kaugummis kauten, wiesen einundsiebzig bis vierundsiebzig Prozent weniger Zahnschäden infolge von Karies auf. Ein interessanter Aspekt dieser Studie war insbesondere, dass der Kariesschutz dieser Kinder sogar noch jahrelang anhielt. Zur Langzeitwirkung von Birkenzucker auf die Zähne fand eine weitere finnische Studie statt. Hierbei wurden Schulkindern im Alter von elf bis zwölf Jahren dreimal täglich Xylit-Kaugummis gegeben. In Auswertung dieser Studie konnten die Forscher wiederum einen Kariesrückgang von mehr als fünfzig Prozent bei ihren kleinen Probanden feststellen. Dieser Effekt hielt ebenfalls jahrelang an, wodurch die Langzeitwirkung von Xylitol beim Kariesschutz bewiesen werden konnte. Nicht nur in Finnland, sondern auch in anderen Ländern – zum Beispiel in Kanada, den USA oder Thailand – widmeten sich Wissenschaftler nun der Xylit-Forschung und kamen zu ähnlichen Resultaten. So testierte eine Studie der Harvard School of Dental Medicine Xylitol, dass es „das Auftreten von Karies erheblich reduzieren“ kann. Die positive Wirkung von Xylitol auf die Zähne konnte durch all diese Studien eindrucksvoll nachgewiesen werden.

Eine Antwort auf Xylit-Studien und Xylit-Forschung

  • Wick sagt:

    sehr Geehrte DAMEN UND HERREN,

    GIBT ES SCHON STUDIEN VON XYLIT- ANWENDUNGEN IM KRANKNEHAUS, ICH BIN Krankenschwester AUF EINER INTENSIVSTATION UND MÖCHTE DIES veröffetlichen bzw Replik machen.

    können sie mir weiterhelfen?

    mit freundlichen grüßen
    Claudia Wick

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