Xylit-Leckereien für Naschkatzen

Xylit ist ein idealer Zuckerersatz, denn das Mittel kann praktisch Zucker überall ersetzen. Zurückzuführen ist diese Eigenschaft darauf, dass Xylitol ähnlich wie Zucker schmeckt und auch über eine ähnliche Konsistenz bzw. Struktur verfügt. Darum kann man Xylit anstelle von Zucker problemlos zum Süßen von kalten und heißen Getränken, beim Kochen, der Zubereitung von Obstsalaten, Müslis und Desserts wie Puddings oder Quarkspeisen verwenden. Selbst zum Backen eignet sich Birkenzucker. Nur im Hefeteig kann Xylitol herkömmlichen Zucker nicht ersetzen. Das muss beim Backen berücksichtigt werden.

Vor allem Kinder naschen gern. Mit selbst gemachten Xylitolbonbons kann man kleinen Süßschnäbeln eine Freude machen, ohne Angst haben zu müssen, ihnen zu schaden. Die Bonbonherstellung ist einfach und unkompliziert. Man erwärmt einfach Xylitpulver im Topf und fügt als Säuerungsmittel lediglich etwas Ascorbinsäure – als Vitamin C-Pulver bekannt – hinzu. Weil auch das Auge mitisst, kann man der Bonbonmischung mit natürlichem Farbstoff wie Rote-Bete-Saft noch optischen Reiz verleihen. Dann wird die Mischung einfach in Eiswürfelformen gegossen. Abschließend lässt man die Bonbons aushärten, am besten über Nacht, und fertig ist die gesündere Alternative zu zuckerhaltigen Süßigkeiten.

Auch Gebäck und Kuchen schmeckt – gesüßt mit Xylit – toll. Mögliche Xylitol-Backkreationen können beispielsweise Quarkkuchen oder Marmorkuchen mit Xylit sein. Backanleitungen dazu und viele andere Ideen für Xylit-Gebäck gibt es im Internet.
Viele beginnen den Tag mit einem süßen Frühstück, für sie ist der Verzicht auf Marmelade beim Frühstück undenkbar. Doch statt des figurunfreundlichen und zahnschädlichen Zuckers in herkömmlichen Brotaufstrichen kann Erdbeerkonfitüre mit Xylit auf den Frühstückstisch kommen. Man benötigt für die Konfitürenherstellung nicht einmal viele Zutaten. So kommen lediglich ein Kilogramm Erdbeeren (alternativ auch andere weiche Früchte), zwanzig Gramm Pektin (niederverestert), vier Gramm Kalziumcitrat, 350 Gramm Xylit, drei Gramm Vitamin C bzw. Zitronensaft und je nach den individuellen Vorlieben Vanille- oder Zimtgewürz zum Einsatz.

Die Verarbeitung verläuft in ähnlichen Schritten wie bei der herkömmlichen Marmeladenzubereitung. Die Früchte werden gründlich gewaschen, klein geschnitten und in einen großen Kochtopf gegeben. In einem Schraubglas werden dann einhundert Gramm Xylit, das Pektin und das Kalziumcitrat gut verschüttelt. Das Schütteln hat den Vorteil, dass sich dadurch die Zutaten später beim Kochen besser auflösen. Die Mischung aus dem Schraubglas wird dann unter die Erdbeeren gerührt, anschließend erhitzt man den Topfinhalt, bis er kocht. Dabei sollte man stetig rühren, damit nichts anbrennt. Wer keine größeren Fruchtstücke in der Konfitüre mag, kann während des Köchelns noch zum Stampfer greifen und die Beeren weiter zerkleinern. Nachdem die Mischung circa vier Minuten auf dem Herd geköchelt hat, wird das restliche Xylit-Pulver hinzugefügt. Nun muss alles noch einmal für ungefähr zwei Minuten kochen. Die frisch vom Herd genommene, noch heiße Konfitüre füllt man daraufhin in sehr saubere Marmeladengläser. Besonders lange haltbar ist die Konfitüre, wenn die noch heißen Gläser nach dem Zuschrauben für einige Minuten umgedreht auf ihren Deckel gestellt werden. Denn die heiße Erdbeerkonfitüre macht dadurch das Glas keimfrei.

Wer sich übermäßiges Naschen abgewöhnen möchte, muss auf Süßes nicht vollkommen verzichten. Anstelle eines kalorienreichen, stark zuckerhaltigen Desserts kann man nach dem Essen den Mund mit Xylit ausspülen. Auf diese Weise wird der Appetit auf Süßigkeiten gestillt, denn Xylitol schmeckt sehr süß. Mundspülungen mit Birkenzucker schaden weder den Zähnen noch der Figur. Gerade für Abnehmwillige sind Xylitspülungen die ideale Alternative zu Süßigkeiten, Kuchen und Desserts.