Xylit im Vergleich zu Zucker und Süßstoffen

Tagtäglich werden große Mengen an Zucker verkonsumiert. So kommt Haushaltszucker nicht nur zum Süßen von Getränken und selbst zubereiteten Speisen auf den Tisch. Bedenklich ist, dass viele Lebensmittel, die industriell erzeugt wurden, Zucker enthalten, ohne dass sich Verbraucher dessen bewusst sind. Zucker kommt nicht nur in Schokolade und anderem Naschwerk vor, sondern zum Beispiel auch in Tomatenketchup, in Joghurts und sogar in Pizza. Nicht immer wird auf der Verpackung des betreffenden Nahrungsmittels auch Zucker aufgelistet. Oftmals werden Bezeichnungen wie Maltose, Fruktose oder Glukose gebraucht – dennoch handelt es sich auch dabei um Zucker.

Zucker hat viele negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit: Er lässt den Blutzuckerspiegel hochschnellen, wodurch viel Insulin ausgeschüttet wird. In der Folge sinkt der Blutzuckerspiegel drastisch, sodass ein starkes Hungergefühl auftritt. Zuckerhaltige Lebensmittel oder Getränke verleiten also dazu, viel zu essen. Auch andere körperliche Symptome werden von Medizinern mit dem Zuckerverzehr in Zusammenhang gebracht. Dazu gehören beispielsweise Energielosigkeit, Magen-/Darmprobleme, Pilzbefall, Schlafstörungen oder auch Hautkrankheiten.

Grundsätzlich gilt, dass hierzulande jeder Bürger viel zu viel Zucker verkonsumiert. Der Pro-Kopf-Verzehr im Jahr liegt bei uns bei sechsunddreißig Kilogramm Zucker. Davon kommen drei Viertel in verarbeiteten Nahrungsmitteln vor, während die reine Zuckeraufnahme (zum Beispiel zum Süßen von Kaffee) bei nur etwa sechs Kilogramm liegt. Herkömmlicher Haushaltszucker macht dick und schädigt die Zähne – das ist allgemein bekannt. Umso wichtiger ist es, die persönlichen Ernährungsgewohnheiten zu ändern und den Zuckerkonsum einzuschränken.

Sehr gut gelingt dies durch die Verwendung von Xylit anstelle von raffiniertem Zucker. Xylit ist eine echte Alternative zu Zucker, denn es hat nur etwa halb so viele Kalorien, süßt genauso stark und wohlschmeckend, lässt den Blutzuckerspiegel nicht schwanken und ist deshalb auch für Diabetiker geeignet. Außerdem werden durch die Verwendung von Xylitol Heißhungerattacken vermieden, wodurch die natürliche Substanz durchaus auch von Vorteil beim Abnehmen sein kann. Xylit überzeugt aber vor allem durch seine zahnschonende Wirkung. Bakterien, die Karies an den Zähnen verursachen, ernähren sich von Zucker. Die Bakterien verstoffwechseln Zucker, der mit der Nahrung aufgenommen wird, und bilden Zahn angreifende Säuren. Mit der Zeit schädigen diese Säuren die Zahnsubstanz so stark, dass Löcher entstehen. Es kommt zu Karies. Ganz anders ist das bei Birkenzucker bzw. Xylitol. Karies auslösende Bakterien können Xylit nicht verstoffwechseln, sie verhungern praktisch und werden von unschädlichen Bakterien verdrängt. Dadurch lässt sich – wissenschaftlichen Studien zufolge – Karies vorbeugen. Xylit versursacht nicht nur keine Schäden an den Zähnen, sondern soll sie sogar vor Karies bewahren. Xylitol kann Zucker also in vielerlei Hinsicht schlagen.

Aber die Vorzüge von Birkenzucker übertreffen auch andere Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit. Oft enthalten zuckerfreie Kaugummis Sorbit, das als zahnfreundlich gilt. Eine in Südamerika durchgeführte Studie belegt aber, dass Xylit wesentlich zahnfreundlicher als Sorbit ist. Denn auch Sorbit kann von Kariesbakterien verstoffwechselt werden. Kinder, die während des Studienzeitraums Xylit-Kaugummis anstelle von Sorbit-Kaugummis verzehrt hatten, wiesen deutlich weniger Karies auf.

Neben Zucker und Zuckeraustauschstoffen wie Xylit oder Sorbit gibt es noch die so genannten Süßstoffe, mit denen Speisen und Getränke gesüßt werden können. Diese Süßstoffe, zu denen beispielsweise Saccharin und Aspartam gehören, sind keine echte Alternative zu Zucker.
Zwar verfügen sie über eine hohe Süßkraft und sind sehr kalorienarm, doch wiegen diese Vorteile die Nachteile nicht auf. Süßstoffe werden immer synthetisch hergestellt, kommen also in der Natur nicht vor. Oft erzeugen sie beim Verzehr einen metallischen Nachgeschmack, den viele als unangenehm empfinden. Außerdem sollen künstlich erzeugte Süßstoffe schädlich für die Gesundheit sein.