Mundhygiene mit Xylitol

Wer normalen Haushaltszucker durch Xylit ersetzt, kann aktiv etwas für die eigene Zahngesundheit tun. Wie im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen bewiesen wurde, hindert der Zuckeraustauschstoff Zahn schädigende Bakterien daran, gefährliche Säuren zu bilden. Wird Birkenzucker regelmäßig verwendet, werden kariogene Bakterien verdrängt und harmlose Bakterien können sich vermehrt im Mundraum ansiedeln. Wissenschaftlich gesichert ist auch die Erkenntnis, dass Xylit die Mineralisierung der Zahnhartsubstanz fördert. Deshalb können auch kleine Kariesstellen an den Zähnen ausheilen. Bei größeren Löchern am Zahn funktioniert das leider nicht. Auch wenn diese Löcher nicht verschwinden, so können sie aber durch Xylit verhärtet werden. Viele gute Gründe sprechen also dafür, Xylitol regelmäßig zu verkonsumieren und auch bei der Mundhygiene auf Xylit-Produkte zu setzen. Erhältlich ist der Zuckerersatz unter anderem als Pulver, in Süßigkeiten wie Lutscher und Bonbons, in Kaugummis und in Zahnpasta.

Xylitpulver lässt sich besonders gut für die Zahnpflege nutzen. Jedoch sollten Verbraucher darauf achten, nur qualitativ hochwertiges Xylitol zu kaufen. Man erkennt hochwertiges Xylit daran, dass es rein, also zu einhundert Prozent pflanzlich, ohne chemische Zusätze und zu einhundert Prozent gentechnikfrei ist. Besonders empfehlenswert ist reiner Birkenzucker, also Xylitol, das noch aus dem Holz von Birken gewonnen wird.

Denkbar einfach auszuführen sind Mundspülungen mit Xylit. Dazu nimmt man nach jeder Mahlzeit einfach einen Teelöffel mit Xylitpulver in den Mund. Das Pulver wird nicht hinunter geschluckt, sondern circa zwei Minuten lang im Mund hin und her bewegt, wobei der Speichel das Pulver auflöst. Nach zwei Minuten spuckt man das Xylitol einfach wieder aus. Für eine optimale Wirkung ist allerdings zu beachten, dass man nach der Xylit-Mundspülung nicht mit Wasser nachspült. Auch sollte man für circa eine halbe Stunde nichts trinken, um die positive Wirkung von Birkenzucker auf die Zähne nicht zu beeinträchtigen. Xylitol-Anwendungen sollten die herkömmliche Zahnreinigung keinesfalls ersetzen, sondern wirkungsvoll unterstützen. Deshalb gilt nach wie vor, dass die Zähne gründlich mit einer Bürste geputzt werden sollten. Auch die Zahnzwischenräume dürfen bei der Reinigung nicht vergessen werden. Um Speisereste daraus zu entfernen, eignet sich am besten Zahnseide oder auch so genannte Interdentalbürsten, mit denen man gut in die Zahnzwischenräume gelangen kann. Nach der mechanischen Reinigung ist die Spülung mit Xylit angezeigt, wobei man verfährt, wie oben beschrieben. Mittlerweile sind viele Zahnärzte von der positiven Wirkung Xylits auf die Zähne überzeugt. Sie empfehlen Xylitol-Mundspülungen jeweils nach den Mahlzeiten oder zwischendurch, mindestens dreimal am Tag.

Besonders wirkungsvoll ist eine abendliche Mundspülung mit Xylitol direkt vor dem Zubettgehen. Wenn nach der Spülung nichts mehr getrunken wird, bleibt der Zuckeraustauschstoff die ganze Nacht über an den Zähnen und bewahrt diese vor Karies. Auch das Zahnfleisch profitiert davon, weil sich keine schädlichen Bakterien verbreiten können, und der Zahnschmelz verhärtet durch den Einbau von Mineralien. Viele überzeugte Anwender bestätigen die Wirkung von Xylit. Schon nach nur wenigen Wochen der Anwendung von Xylit-Mundspülungen wurde deutlich weniger Zahnbelag und Zahnstein gefunden.

Man kann Birkenzucker nicht nur für Mundspülungen verwenden, sondern auch als Zahncremeersatz. Dazu wird Xylitolpulver im Mund durch den Speichel aufgelöst und mit der Zunge in alle Zahnbereiche transportiert. Dann putzt man mit der Zahnbürste einfach wie gewohnt die Zähne. Für zwischendurch – wenn nicht genügend Zeit für eine richtige Zahnreinigung vorhanden ist – eignen sich darüber hinaus Xylitol-Kaugummis zur Mundhygiene.