Eigenschaften von Xylitol

Der natürliche Zuckeraustauschstoff Xylit besitzt charakteristische Eigenschaften. Im Unterschied zu raffiniertem, industriell erzeugtem Haushaltszucker kann Xylitol auch von Diabetikern verwendet werden. Es ist als natürlicher Insulinstabilisator bekannt und besitzt einen sehr niedrigen Glykämischen Index. Der Glykämische Index sagt etwas über die Wirkung von kohlehydrathaltigen Nahrungsmitteln auf den Blutzuckerspiegel aus. Wenn der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel sehr stark und schnell ansteigt, ist auch der Glykämische Index hoch. Im Gegensatz dazu ist der Wert niedrig bei Nahrungsmitteln, die den Blutzuckerspiegel nur geringfügig erhöhen.

Was hat aber der Glykämische Index für Auswirkungen auf die Ernährung? Nach dem Verzehr rasch verdaulicher Kohlehydrate steigt der Blutzucker sehr schnell stark an, fällt aber ebenso rasch wieder – oft sogar unter den vorherigen Wert. Und das schafft Probleme. Denn man wird, obwohl man gerade gegessen hat, schnell wieder hungrig. Typische Vertreter solcher Nahrungsmittel sind Weißbrot, Weißmehlprodukte und Schokolade. Isst man dagegen langsam verdauliche Kohlehydrate, hat dies weniger Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Er steigt nicht so schnell an und fällt auch deutlich langsamer wieder auf den ursprünglichen Wert zurück. Das Sättigungsgefühl hält deshalb auch wesentlich länger an. Obendrein kommt es zu einer geringeren Insulinausschüttung.

Es ist also von Vorteil – insbesondere für Menschen, die ihr Gewicht reduzieren möchten – Nahrungsmittel mit niedrigem Glykämischen Index zu verzehren. Dazu gehören in erster Linie Vollkornprodukte und Gemüse. Rohe Möhren, Linsen oder Kidney-Bohnen sowie viele frische Früchte haben nur einen Wert von 30, während der Wert von Pommes frites beispielsweise bei 90 liegt. Auch Getränke können einen hohen Glykämischen Index haben. Das gilt vor allem für Cola und Limonade, die mit einem sehr hohen Glykämischen Index von 80 negativ auffallen. In Bezug auf den Glykämischen Index kann Xylitol bzw. Xylit punkten. Es hat nur einen Wert von 7 und liegt damit noch deutlich unter frischem Obst und Gemüse. Selbst wenn man also Süßspeisen, die mit Xylit anstelle von Haushaltszucker gesüßt wurden, isst, sind keine Heißhungerattacken zu befürchten. Das macht Xylit auch gerade für Abnehmwillige so interessant. So können auch sie hin und wieder naschen, ohne eine schlechtes Gewissen haben zu müssen.

In diesem Zusammenhang ist es interessant zu wissen, dass Birkenzucker den normalen Haushaltszucker fast 1 : 1 ersetzen kann. Das heißt, Xylitol lässt sich problemlos beim Herstellen von Desserts verwenden. Mit der natürlichen Substanz können leckere Getränke wie Kakao, Fruchtdrinks oder Milchshakes zubereitet werden. Natürlich eignet sich Xylit auch zum Süßen von Tee oder Kaffee. Grundsätzlich kann Xylitol auch zum Backen von Kuchen oder Keksen verwendet werden. Einzige Ausnahme ist die Herstellung von Hefeteig. Xylitol hemmt nämlich das Wachstum von Hefepilzen und darum geht der Teig nicht auf. Ansonsten ist Xylitol in der Küche vielseitig verwendbar und zum Beispiel auch bei der Marmeladenherstellung eine gute Alternative zu Zucker. Vor allem auch deshalb, weil Xylitol etwa nur halb so viele Kalorien hat wie Zucker. So schlägt ein Gramm Zucker mit vier Kalorien zu Buche, während Xylit einen Energiegehalt von 2,4 Kalorien pro Gramm aufweist.

Doch Xylit oder Birkenzucker vermag noch viel mehr als nur Speisen und Getränke vorteilhaft zu süßen. Interessant ist vor allem sein Effekt auf die Zahngesundheit. Dazu mehr auf den folgenden Seiten.

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