Auswirkungen von Birkenzucker auf das Zahnfleisch

Die Karies vorbeugende Wirkung von Xylit wurde in zahlreichen Studien über Jahrzehnte hinweg eindrucksvoll bewiesen. Xylit bietet den wissenschaftlichen Studien zufolge einen effektiven Schutz vor Zahnfäule und ist sogar imstande, den Zahnschmelz zu remineralisieren. Doch kann Xylitol auch einer anderen gefürchteten Zahnerkrankung, der Parodontose, entgegenwirken?

Parodontitis ist eine schwere Infektion des Zahnfleisches, die schlimmstenfalls zum Verlust von Zähnen führen kann. Anfangs verläuft die Parodontitis relativ symptomlos und das macht sie so gefährlich. Denn auf diese Weise kann sie durchaus längere Zeit unerkannt bleiben. Typische Anzeichen für Parodontitis sind Zahnfleischbluten, der Rückgang des Zahnfleisches, wodurch sich die Zähne lockern und verschieben können, und Mundgeruch. Ob Parodontitis entsteht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Verantwortlich können sein: bestimmte Ernährungsgewohnheiten, unzureichende Mundhygiene und die Funktion des Immunsystems. Aber auch bei dieser zweithäufigsten Erkrankung des Mundraums spielen Bakterien eine tragende Rolle. Vermehren sich die Bakterien sehr stark, kommt es zu übermäßiger Zahnbelag- und dann zur Zahnsteinbildung. Unter dem Zahnstein finden die schädlichen Bakterien optimale Lebensbedingungen vor. Sie sondern saure Stoffwechselprodukte ab, die Karies auslösen können, aber auch Zahnfleischentzündungen verursachen. Wenn die Entzündung weiter fortschreitet, befällt sie den Zahnhalteapparat. Die betroffenen Zähne beginnen sich zu lockern und zu verschieben und können sogar ausfallen.

Parodontitis muss also sehr ernst genommen werden. Wie auch gegen Karies kann Xylit bzw. Birkenzucker Vorteile bei der Behandlung von Parodontitis bringen. Durch regelmäßige Xylitolanwendung werden die Zähne sauber, es bilden sich deutlich weniger Zahnbelag und Zahnstein. Dadurch können Parodontitis-Symptome wie Zahnfleischbluten und Entzündungen entgegengewirkt werden. Wie vielfach berichtet wird, werden auch frei liegende Zahnhälse durch Xylitol deutlich unempfindlicher gegenüber Schmerz. Menschen mit empfindlichen Zahnhälsen reagieren auf äußere Reize wie Hitze oder Kälte sehr stark. Da kann es sogar schon zu einem Problem werden, ein Eis zu essen, weil die Kälte heftigen Schmerz hervorruft. Ein positiver Effekt der Verwendung von Birkenzucker ist deshalb auch, dass Zahnhälse insgesamt unempfindlicher werden, wodurch die Lebensqualität beträchtlich steigen kann.

Damit Xylit das Zahnfleisch unempfindlicher und kräftiger machen kann, ist Kontinuität oberstes Gebot. Das heißt, man sollte auf raffinierten Zucker weitgehend verzichten und stattdessen täglich Xylitprodukte verwenden. Außerdem ist die Mundpflege mit Birkenzucker empfehlenswert. Für die Reinigung zwischendurch eignen sich Mundspülungen mit Xylitol, die einfach hergestellt werden können. Mittlerweile ist in vielen Ländern auch schon Xylitzahnpasta erhältlich. Ihr wird eine gezielte Wirkung gegen Plaque und Karies zugeschrieben.

Nicht immer kann nach jeder Mahlzeit jeder Zahn gründlich mit Bürste und Zahnseide gesäubert werden. Deshalb sind Xylit-Mundspülungen so praktisch, weil sie ohne großen Aufwand durchgeführt werden können. Aber wenn selbst die Zeit für eine Mundspülung zu knapp ist, kann man zu Xylit-Kaugummis oder Xylitol-Bonbons greifen. Trotz der Verwendung von Birkenzucker sollte auf die mechanische Reinigung der Zähne, das Zähneputzen, keinesfalls vollständig verzichtet werden. Denn Xylit wirkt umso besser, je mehr Zahnbelag zuvor durch das Bürsten entfernt wurde. Wenn dann regelmäßig der Mundraum mit Xylitol gespült wird, nehmen Zahnbeläge und Zahnstein automatisch ab, wodurch der Entstehung von Karies und Parodontitis bzw. Parodontose vorgebeugt werden kann. Dafür reicht es aus, einen halben bis einen Teelöffel Xylitpulver in den Mund zu nehmen, das durch den Speichel gelöste Pulver für einige Minuten im Mund zu bewegen und es anschließend auszuspucken. Um die Wirkung nicht zu beeinträchtigen, sollte der Mund hinterher nicht ausgespült werden.

Eine Antwort auf Auswirkungen von Birkenzucker auf das Zahnfleisch

  • Michael sagt:

    Hallo,

    ich finde IHRE Seite sehr interessant. Allerdings las ich vorhin auf einer anderen Seite, dass es sich bei Xylit nicht um die Birkenrinde handeln soll sondern um die Buchenrinde.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute mit Ihrer schönen seite.

    Michael

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