Allgemeines zum Zuckeraustauschstoff Xylit

Xylit oder Xylitol gilt als süßes Wundermittel, das Zucker ersetzen kann ohne die Zähne zu schädigen. Der Zuckeraustauschstoff wird darüber hinaus seit Jahren erfolgreich bei der Kariesvorbeugung eingesetzt. Mittlerweile empfehlen sogar viele Zahnärzte ihren Patienten die Verwendung von Xylit-Produkten. Grund genug, sich etwas eingehender mit diesem Stoff zu beschäftigen. Was steckt eigentlich hinter dem Begriff Xylit?

Xylit: Süßer Zuckeraustauschstoff mit wenig Einfuß auf den Körper

Xylitol ist ein Zuckerersatz. Wie andere Zuckeraustauschstoffe, zum Beispiel Sorbit, Maltitol oder Isomalt, schmeckt Xylit süß. Die Substanz hat wesentlich geringeren Einfluss auf den menschlichen Blutzuckerspiegel als herkömmlicher Zucker. Denn Xylitol und andere Zuckeraustauschstoffe werden Insulin unabhängig verstoffwechselt. Es kann darum auch von Diabetikern genutzt werden. Die Süßkraft von Xylit ist mit der von raffiniertem Zucker vergleichbar. Es besitzt aber deutlich weniger Kalorien als Haushaltszucker. Anders als synthetisch hergestellte Süßstoffe wird Xylitol aus Pflanzen wie Obst und Gemüse gewonnen. Es kommt nämlich als natürlicher Zuckeralkohol unter anderem in Mais, Beerenfrüchten und selbst in der Rinde von Bäumen, vor allem in Birken, vor. Xylit ist keine körperfremde Substanz, denn der menschliche Organismus produziert beim Kohlehydratabbau in der Leber selbst Xylit. Circa fünfzehn Gramm davon stellt die Leber im Laufe eines Tages her. Abgebaut wird der Stoff im Dickdarm und mit dem Harn ausgeschieden. Weil Xylit in geringen Mengen vom Körper selbst hergestellt wird, ist es auch so gut verträglich. Zu Xylitol wurde bereits umfangreich geforscht. So verabreichte man Probanden täglich eine Menge von fünf bis zehn Gramm des Stoffes. Dabei wurden während der Studien und danach keinerlei Nebenwirkungen festgestellt. Eine Menge von einem halben Gramm pro Kilogramm Körpergewicht kann ohne Bedenken verwendet werden. Nur bei übermäßigem Xylit-Genuss – circa vierzig Gramm pro Tag – könnte Xylitol abführend wirken. Jedoch ist der menschliche Organismus imstande, sich auch an größere Xylitolmengen zu gewöhnen. Aufgrund seiner guten Verträglichkeit, seiner Süßkraft und der gesundheitlichen Vorteile gilt Xylit als ideales Süßungsmittel. Empfohlen wird die tägliche Anwendung von Xylit, wobei mehrmals am Tag kleinere Mengen Xylitol aufgenommen werden sollten. Xylit gibt es als Pulver zum unkomplizierten Süßen von Getränken und Speisen. Darüber hinaus sind aber auch viele Xylit-Produkte inzwischen erhältlich. Die Palette reicht von Xylit-Kaugummis über Xylitol-Bonbons oder Pastillen bis hin zu Mundepflegeprodukten und sogar Nasenspray auf Xylit-Basis.

Herstellung und Gewinnung von Xylitol

In den letzten Jahren wird Xylitol vielfach aus Mais gewonnen. Beim Kauf von Xylit und Xylitol-Produkten sollten Verbraucher unbedingt auf die Herkunft der Waren achten. Bei Xylit aus Mais kann nicht immer ausgeschlossen werden, dass der Zuckerersatz aus genmanipuliertem Mais bzw. Mais aus konventionell betriebener Landwirtschaft mit all ihren Nachteilen wie Verwendung von Kunstdünger, Insektiziden und Pestiziden stammt. Weitaus weniger bedenklich ist es daher, Xylit und Xylitolprodukte zu kaufen, die noch aus dem Holz von Birken gewonnen werden. Weil der Zuckeraustauschstoff aus der Rinde von Birken stammt, wird er häufig auch als Birkenzucker bezeichnet.

Rein äußerlich ähnelt Xylitol stark dem Haushaltszucker. Es ist ebenso wie dieser von weißer Farbe und kristalliner Struktur. Auch hat Birkenzucker einen vergleichbaren Geschmack, ohne jedoch wie Zucker den Zähnen zu schaden. Nimmt man mit der Zunge geringe Mengen reinen Xylits auf, wird man durch ein angenehm erfrischendes Mundgefühl überrascht. Verantwortlich dafür ist der Kühleffekt von Xylitol. Denn wenn sich der Stoff im Mundspeichel auflöst, entzieht er seiner Umgebung Wärme.

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